Arbeitsmarkt: Deutschland fehlen bald 723.000 Fachkräfte
Dramatischer Fachkräftemangel: Deutschland fehlen bis 2029 über 700.000 Arbeitskräfte
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren massiv verschärfen. Nach einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnte die Lücke bis 2029 auf 723.000 fehlende Fachkräfte anwachsen – das ist ein Anstieg von 47 Prozent gegenüber 2024.
Besonders Ausbildungsberufe sind betroffen
Die Studie zeigt ein klares Muster: Am kritischsten ist die Situation bei Fachkräften mit Berufsausbildung. Diese sind deutlich schwerer zu finden als akademische Fachkräfte. Handwerks-, Pflege- und Technikberufe dürften besonders unter der Mangelsituation leiden.
Praktische Auswirkungen
Für Arbeitgeber: Unternehmen müssen mit längeren Rekrutierungsprozessen, höheren Löhnen und verstärktem Wettbewerb um Talente rechnen. Besonders kleine und mittlere Betriebe könnten unter Druck geraten.
Für Arbeitnehmer: Fachkräfte profitieren von besserer Verhandlungsposition und höheren Gehältern – der Mangel wird zum Verkäufermarkt.
Für die Wirtschaft: Ohne Gegenmaßnahmen drohen Wachstumsbremsen und Produktionsengpässe in kritischen Bereichen.
Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit von Maßnahmen wie besserer Berufsausbildung, Integration von Zuwanderern und Rückgewinnung von älteren Fachkräften.
Gültig ab: Prognose für 2029