Berufsbildungsbericht: Sorgenkind duale Berufsausbildung
Duale Ausbildung in der Krise: Weniger Azubis und Stellen, mehr Bewerber ohne Job
Die duale Berufsausbildung in Deutschland steht unter Druck. Im Jahr 2025 sinken sowohl die Zahl der Auszubildenden als auch die Anzahl der angebotenen Ausbildungsstellen weiter – gleichzeitig erreicht die Zahl der unversorgten Bewerber einen neuen Höchststand.
Was sich konkret ändert
Der aktuelle Berufsbildungsbericht zeigt ein besorgniserregendes Bild: Weniger Betriebe bieten Ausbildungsplätze an, und weniger junge Menschen entscheiden sich für eine duale Ausbildung. Das führt zu einer paradoxen Situation – während Fachkräfte händeringend gesucht werden, finden immer mehr Ausbildungsbewerber keinen Platz.
Besonders problematisch: Die Zahl der unversorgten Azubi-Bewerberinnen und -Bewerber hat einen neuen Rekordwert erreicht. Das bedeutet, dass mehr Schulabgänger offen die Hand bleiben und keinen Ausbildungsstart finden, obwohl gleichzeitig ein Fachkräftemangel herrscht.
Praktische Auswirkungen
Für Betriebe wird es immer schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Für junge Menschen wiederum wird der Einstieg in den Arbeitsmarkt komplizierter, wenn die klassische duale Ausbildung weniger Chancen bietet. Diese Entwicklung könnte langfristig zur weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels führen.
Gültig ab: 2025