Führung: Warum narzisstische Führungskräfte Homeoffice ablehnen
Studie: Narzissmus beeinflusst Homeoffice-Politik von Führungskräften
Homeoffice-Verbote entstehen nicht immer aus betrieblichen Gründen. Eine aktuelle US-Studie zeigt: Auch persönliche Charakterzüge von Führungskräften spielen eine entscheidende Rolle – insbesondere narzisstische Tendenzen und der Wunsch nach Macht und Status.
Was die Forschung zeigt
Führungskräfte mit ausgeprägten narzisstischen Merkmalen lehnen Remote Work häufiger ab als andere. Der Grund: Sie brauchen die physische Präsenz ihrer Mitarbeiter, um ihre Macht und ihren Status demonstrieren zu können. Homeoffice entzieht ihnen diese Kontrollmöglichkeit und reduziert ihre sichtbare Autorität im Büro.
Praktische Auswirkungen
Für Arbeitnehmer: Diese Erkenntnisse erklären, warum manche Unternehmen trotz technischer Machbarkeit und Produktivitätsvorteilen auf Homeoffice verzichten. Es geht dann weniger um Effizienz, sondern um Managementstil. Beschäftigte sollten diese Dynamik kennen, wenn sie Homeoffice-Anträge ablehnen sehen – und können diese Erkenntnisse auch in Verhandlungen nutzen.
Für Unternehmen: Die Studie deutet auf einen Führungskräfte-Entwicklungsbedarf hin. Moderne Personalführung erfordert, dass Manager ihre eigenen Machtbedürfnisse hinterfragen und objektive Kriterien für Arbeitsmodelle setzen.
Gültig ab: Laufend (Studienerkenntnis, keine Gesetzesänderung)