AI SUMMARY: Führungskräfte spielen beim erfolgreichen Lerntransfer eine kleinere Rolle als bislang angenommen. Das zeigt eine aktuelle Dissertation, die sich mit der Wirksamkeit von Führungskräfteentwicklungsprogrammen auseinandersetzt. Die Kernaussage: Während Unternehmen viel Geld in teure Trainings für Manager investieren, bleibt die praktische Umsetzung des Gelernten oft hinter den Erwartungen zurück. Führungskräfte neigen dazu, ihre eigene Verantwortung beim Wissenstransfer […]

Führungskräfte überschätzen ihre Rolle beim Lerntransfer

Führungskräfte spielen beim erfolgreichen Lerntransfer eine kleinere Rolle als bislang angenommen. Das zeigt eine aktuelle Dissertation, die sich mit der Wirksamkeit von Führungskräfteentwicklungsprogrammen auseinandersetzt.

Die Kernaussage: Während Unternehmen viel Geld in teure Trainings für Manager investieren, bleibt die praktische Umsetzung des Gelernten oft hinter den Erwartungen zurück. Führungskräfte neigen dazu, ihre eigene Verantwortung beim Wissenstransfer zu überschätzen – also dazu, dass das im Seminar Gelernte tatsächlich im Arbeitsalltag angewendet wird.

Was das bedeutet: Viele Führungskräfte glauben, dass sie durch klassische Trainings automatisch besser werden und ihr neues Wissen an ihre Teams weitergeben. Die Forschung deutet jedoch darauf hin, dass es deutlich mehr braucht: ein unterstützendes Umfeld, konkrete Anwendungsmöglichkeiten und möglicherweise auch andere Ansprechpartner im Unternehmen als nur die unmittelbare Führungskraft.

Praktische Auswirkungen: Personalabteilungen sollten ihre Weiterbildungsstrategie überdenken. Statt nur teure Führungskräftetrainings zu buchen, könnten Unternehmen besser strukturierte Lernprogramme mit regelmäßigen Reflexionsphasen, Peer-Learning und gezielter Nachbetreuung etablieren – um sicherzustellen, dass Investitionen in Personalentwicklung tatsächlich fruchten.

Gültig ab: Sofort (laufende Diskussion)