Gleichstellungsreport: Teilzeit und Fürsorgearbeit als Hürden für mehr Gleichstellung
# Neue Studie zeigt: Teilzeitarbeit und Fürsorgeaufgaben bremsen Gleichstellung aus
Eine aktuelle Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung offenbart, dass Frauen und Männer in Deutschland trotz vereinzelter Fortschritte bei der Lohngleichheit noch weit von echter Gleichberechtigung entfernt sind. Das zentrale Problem: Frauen leisten nach wie vor den Großteil der unbezahlten Arbeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.
Das zeigen die Ergebnisse im Detail:
- Teilzeitquote besonders hoch bei Frauen: Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeitpositionen als Männer. Das schränkt ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und ihr Einkommen dauerhaft ein.
- Unbezahlte Fürsorgearbeit bleibt weiblich: Kinderbetreuung, Haushaltsführung und Pflege von Angehörigen fallen überwiegend auf Frauen. Diese Aufgaben werden nicht vergütet, lassen sich aber schlecht mit Vollzeitarbeit vereinbaren.
- Finanzielle Absicherung leidet: Durch die niedrigeren Arbeitsstunden und Verdienste haben Frauen bei Rente, Versicherungen und Ersparnissen das Nachsehen – auch wenn sich der Gender Pay Gap bei gleichem Job langsam verringert.
Praktische Auswirkungen:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine echte Gleichstellung ohne strukturelle Änderungen nicht möglich ist. Dazu gehören bessere Kinderbetreuungsangebote (die Ganztagsbetreuung macht Fortschritte) und eine gerechtere Verteilung von Fürsorgeaufgaben zwischen den Partnern. Solange Frauen sich zwischen Karriere und Familie entscheiden müssen, während Männer das nicht tun, bleibt der Traum von echter Gleichberechtigung Wunschdenken.
Gültig ab: Aktuell (Bericht ohne spezifisches Datum genannt)