Personalabbau: Altersteilzeit ohne Blockmodell: Drohen mehr betriebsbedingte Kündigungen?
Die Bundesregierung plant die Abschaffung der Altersteilzeit im sogenannten Blockmodell. Dieses Modell ermöglichte es Unternehmen bislang, ältere Arbeitnehmer sozialverträglich in den Ruhestand zu begleiten – mit erheblichen Konsequenzen für die Personalpraxis.
Was ist das Blockmodell und warum wird es abgeschafft?
Beim Blockmodell der Altersteilzeit arbeitet der Arbeitnehmer zunächst in Vollzeit weiter, erhält aber bereits eine reduzierte Vergütung. Nach einer vereinbarten Zeit scheidet er dann ganz aus dem Arbeitsverhältnis aus. Die Regierung folgt hier einer Empfehlung der Alterssicherungskommission und will das Modell streichen – vermutlich aus Kostengründen für die Sozialversicherung.
Praktische Auswirkungen
Für Unternehmen bedeutet das Ende dieser Regelung einen Verlust eines wichtigen Instruments für den Personalabbau. Statt ältere Mitarbeiter durch Altersteilzeit „sanft“ in die Rente zu verabschieden, könnten Arbeitgeber verstärkt auf betriebsbedingte Kündigungen zurückgreifen – was für die betroffenen Arbeitnehmer deutlich härter ist. Auch Aufhebungsverträge oder Sozialpläne könnten an Bedeutung gewinnen, dürften aber kostspieliger werden.
Arbeitsrechtler warnen daher: Ohne das Blockmodell als Ausweg könnten ältere Arbeitnehmer künftig vermehrt von betriebsbedingten Kündigungen betroffen sein – mit allen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen für beide Seiten.
Gültig ab: Nach Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat (Zeitpunkt noch offen)