Studie: Führungspositionen immer unbeliebter
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat auch die Führungsebene erreicht: Einer aktuellen Studie zufolge können sich nur 14 Prozent der Beschäftigten vorstellen, Führungsaufgaben zu übernehmen. Viele Unternehmen haben dadurch Schwierigkeiten, offene Positionen im Management zu besetzen.
Was macht Führungspositionen unattraktiv?
Die geringe Bereitschaft der Arbeitnehmer, in Führungsrollen zu wechseln, deutet auf grundlegende Probleme hin. Offenbar überwiegen für die meisten Beschäftigten die Nachteile einer Leitungsfunktion – typischerweise höhere Verantwortung, längere Arbeitszeiten und psychische Belastung – die möglichen Vorteile wie besseres Gehalt oder Karriereperspektiven.
Praktische Auswirkungen
Für Unternehmen: Die mangelnde Nachwuchspipeline im Management gefährdet die Kontinuität und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders mittelständische Unternehmen ohne etablierte Entwicklungsprogramme sind betroffen. Für Arbeitnehmer: Die geringe Quote deutet darauf hin, dass viele Menschen bewusst in ihren aktuellen Positionen bleiben möchten – oder dass die Arbeitsbedingungen in Führungsrollen als zu belastend empfunden werden.
Was müsste sich ändern?
Um Führungspositionen attraktiver zu gestalten, könnten Unternehmen flexiblere Arbeitsmodelle, bessere Work-Life-Balance-Regelungen und unterstützende Mentoring-Programme anbieten. Auch eine Neubewertung der Anforderungen an Führungskräfte könnte helfen – nicht jeder muss traditionelle hierarchische Führung verkörpern.
Gültig ab: Daten der aktuellen Studie (genaues Datum nicht genannt)