Sustainability People Report 2026: Nachhaltigkeit unter Druck: Gegenwind, aber kein Stillstand
Nachhaltigkeitsjobs unter Druck: Gehälter und Stellen schrumpfen gleichzeitig
Der aktuelle Sustainability People Report 2026 zeigt einen besorgniserregenden Trend: Erstmals sinken in Deutschland gleichzeitig die Gehälter, die Anzahl der Stellen und die Budgets für Nachhaltigkeitsmanagement. Das stellt Personalverantwortliche vor neue Herausforderungen.
Bisher konnte der Nachhaltigkeitsbereich mit steigenden Gehältern und neuen Positionen punkten. Diese Phase scheint vorbei zu sein. Unternehmen fahren ihre Investitionen in ESG-Management zurück – und das hat direkte Auswirkungen auf Beschäftigte in diesem Bereich.
Praktische Auswirkungen
Für Arbeitssuchende: Weniger offene Stellen und niedrigere Gehälter machen es schwieriger, in Nachhaltigkeitsrollen einzusteigen oder zu wechseln. Der Arbeitsmarkt wird selektiver.
Für Arbeitgeber: HR-Teams müssen damit rechnen, dass qualifizierte Mitarbeiter im Nachhaltigkeitsbereich abwandern – zu besseren Bedingungen in anderen Branchen oder Ländern. Die Bindung von Fachkräften wird zur kritischen Aufgabe, auch wenn das Budget begrenzt ist.
Für bestehende Mitarbeiter: Wer bereits im Nachhaltigkeitsmanagement arbeitet, muss mit Gehaltskürzungen oder gefrorenen Positionen rechnen. Der psychische Druck wächst, wenn Stellen nicht neu besetzt werden.
Trotz dieser Einschnitte gibt es einen Hoffnungsschimmer: Der Report beschreibt den Trend nicht als kompletter Stopp, sondern als Phase des Umbaus. Unternehmen priorisieren neu und investieren gezielter – nicht weniger nachhaltiger, aber effizienter.
Gültig ab: 2026